Netzwerkgraph:Parteispenden 2010

Im vorherigen Post wurde schon auf eine der drei neuen Visualisierungsoptionen bei Google Fusion Tables eingegangen (Map charts). Hier nun ein Beispiel für die Möglichkeit, Netzwerke abzubilden. In diesem Fall habe ich das unlängst per Update auf den Stand von 2010 gebrachte Parteispenden-Recherchetool der taz genutzt. Dort habe ich mir eine csv-Datei aller Spenden im Jahr 2010 von Unternehmen an die Parteien generieren lassen.

Nach dem Import der Tabelle nach Fusion Tables lässt sich unter dem Menüpunkt “Experiment” die Option “Network graph” wählen. Es müssen dort nun zwei Spalten benannt werden, die in Beziehung stehen – in dem Fall Parteien und Unternehmen. Optional lässt sich noch eine dritte Spalte mit einem “Weight” bestimmen – die also die Intensität der Verbindung beziffert, die entsprechend die Dicke der Verbindungslinie beinflusst.

Auch kann ausgewählt werden, ob Pfeile vom “Vertex 1” zum “Vertex 2” gezeigt werden (Vertex=Node=Knoten). Ebenfalls lässt sich die Anzahl der gezeigten Knoten bestimmen. Das Tool zeigt dann, reduziert man die Anzahl der Nodes, zuerst diejenigen, die mehrere Verbindungen haben.

Leider lässt sich die Netzwerk-Visualisierung noch nicht einbetten. Hier aber ist ein Link auf die interaktive Variante des oben abgebildeten Graphen.

Karte + Diagramme: Neue Visualisierungen für Fusion Tables


Google hat seinem Werkzeug Fusion Tables drei neue Visualisierungsoption spendiert – sie finden sich in einem “Experiment menu”; neben einer Netzwerkvisualisierung und einem interaktiven Liniendiagramm handelt sich dabei um eine Option, Daten für einzelne Gebiete auf einer Karte zu visualisieren. Das Tutorial von Google selbst macht es schon deutlich: sie entwickeln solche Tools nicht zuletzt vor dem Hintergrund des US-Wahlkampfs 2012 (siehe dazu auch: “How Google beat AP with Iowa caucus results (and why it matters)“).

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Mangelndes Datenbewusstsein

Das Friedenforschungsinstitut SIPRI hat heute seinen jährlichen Rüstungsbericht veröffentlicht.

Das Thema Datenjournalismus ist ja mittlerweile nicht wirklich mehr neu. Datensätze als journalistisches Material zu verwenden, indem man es schlicht veröffentlichten, macht der Guardian seit Frühjahr 2009 in seinem Datenblog. Kein Wunder also, dass sich heute dort Zahlen rund um den Rüstungsbericht in Tabellenform finden.

War irgendein deutschsprachiges Medium dazu in der Lage, etwas anders als ein mit Zahlen gespickten Bericht zum Thema zu bringen? Mangelndes Datenbewusstsein weiterlesen