Der kurze Frühling von OpenData

Der kurze Frühling von Open Data, der ist vielleicht schon wieder vorbei. Für die politische Kultur der deutschen Parteienlandschaft geht das Transparenz- und damit Demokratiepotential, das in den Prinzipien von OpenGovernment und OpenData steckt, möglicherweise zu weit. Ein Kommentar.

Open Data, radikale Transparenz oder gar eine Regierung als Plattform, also Open Government wird es in Deutschland noch viele Jahre lang nicht geben. Wenn wir nicht aktiv dafür streiten. Zwei Vorgänge in den letzten Monaten bestärken diese Einschätzung. Zum einen das Gezerre um die Beteiligungsplattform Adhocracy, die deutlich machte, wie schwer sich viele Berufspolitiker damit tun, Partizipation zuzulassen – selbst in einer Laborsituation wie der Enquete-Komission Internet und Gesellschaft.

Open Government Data, die bedingungslose Zugänglichmachung nicht personenbezogener Daten in maschinenlesbaren Formaten aus Politik und Verwaltung, kennt zwei Pole: Es gibt zum einen die Effizienz-/Wirtschaftssichtweise, die danach fragt, wie sich Regierungs- und Verwaltungshandel optimieren und Unternehmertätigkeit mit diesen Datensätzen stimulieren lässt.

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"Open Data is about Data Democracy"

A few weeks ago, Chris Taggart from OpenlyLocal in the UK gave an interesting presentation. He was attending an event in Berlin: ePSI platform: Open Data: Apps for Everyone? Taggart aka @countculture spoke about how the hyperlocal site came into being in 2009, originally planned as a datajournalism project. In the end  he gives a kind of utopian notion about how a data driven democracy could look like. He is going to present in Berlin again in April at the re:publica 11. Find his blog here.

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This is a partial transcript:

“I had no desire to spend my hours with programming and messing around with data. Actually I wanted to do some data journalism. And I thought lots of people are looking at government data – let me look at local government data. […] It was supposed just to be a tiny little project. It started off with twelve councils, trying to scrape of their websites. The basic stuff: Who the councilors are, which comittees they sit on. What were the meetings of these comittees. I wasn‘t even going to do a website at first. It just going to be data. Maybe just an API with one page describing how to use it. Then I thought maybe I put a few pages up there. […]

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Übersicht: Datenjournalismus im Februar 2011

Hier im Blog war es einen Monat lang still. Es gab viel zu tun. Vor allem die Arbeit an der Vorratsdatenanwendung war zeitintensiv. Zumindestens im Nachhinein soll hier aufgelistet werden, was im Februar rund um Datenjournalismus Bemerkenswertes los war.

Media companies must become trusted data hubs: Drei Datenjournalisten haben zusammen ein lesenswertes programmatischen Text geschrieben. Er dokumentiert recht gut, was das Geschäftsmodell für Datenjournalismus sein kann. Und vor allem, welche mögliche neue Rollen der “Presse” und Journalisten zukommen können: Sie sollten in den “Trust market” investieren, auf ihre Rolle als vertrauensstiftende Institution setzen und zuverlässig Fakten und Informationen liefern. Also nicht weiter beim Wettlauf im “Attention market” mitmachen, dem ewigen Kampf um Aufmerksamkeit teilnehmen.

Vorratsdaten-App: Etwas Making-off zu der Vorratsdaten-Anwendung findet sich im OpenData Blog auf ZEIT Online. Oben ist ein Mockup aus der Konzeptionsphase zu sehen. Von den ganzen Schaltern/Filtern verabschiedeten wir uns recht bald – sehr aussagekräftig wäre diese Funktionalität nicht gewesen. Übersicht: Datenjournalismus im Februar 2011 weiterlesen