Über Software für Bürger(beteiligung)

Reparier’ meine Straße – eine klare Ansage: So heißt ein Dienst aus Großbritannien – fixmystreet.com. Dahinter steckt mal wieder mySociety (siehe auch den Überblick zur Wähler Software). Bei FixMyStreet kann man Schäden wie eine kaputte Straßenlaterne auf einer Katasterkarte eintragen. Per Mobiltelefon lässt sich mittlerweile gleich noch ein Foto hochladen. Die zuständige Verwaltung wird über den Eintrag in Kenntnis gesetzt und kann in der Software Rückmeldung geben, ob und wann der Schaden behoben wird. Schlicht, simpel, sinnvoll. Während in England FixMyStreet von einer NGO initiert wurde, hat das Land Brandenburg – bislang einzigartig in Dtl. – die Idee von Verwaltungsseite aufgegriffen: Der Maerker.Brandenburg nuzt auf ähnliche Weise die Methode des “Crowdsourcing”.

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Übersicht: Software für Wähler

Mitte Juli soll es endlich so weit sein. Dann will die Plattform meinedemokratie.de starten – der Launch wurde schon einige Male verschoben. Das Angebot, so heißt es in dem dazugehörigen Blog, versteht sich “als zentrale Informationsplattform für alle politischen (und gesellschaftlichen) Beteiligungsmöglichkeiten.”

meinedemokratie.de, so scheint es, setzt auf Partizipationsmöglichkeiten und will sich nicht wie viele andere Politik-Anwendungen an der parlamentarischen Politik abarbeiten. Doch steht vor der Partizipation immer auch Information und für das Monitoring parlamentarischer Prozesse gibt es ein paar gute Softwarelösungen:

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Bericht vom Open Democracy Camp

Auf dem Open Democracy Camp ging es um die Zukunft von webbasierter politischer Beteiligung von unten

„Die größte Gefahr ist, dass unsere Projekte nur Beteiligung vortäuschen und zu einer Art Kummerkasten verkommen“ hieß es auf dem OpenDemocracyCamp dieses Wochenende in Berlin. Es ging um Partizipation und internetbasierte System für direkte Demokratie. Dabei wird vor allem von „Liquid Democracy“ gesprochen: Jeder kann bei Abstimmungen seine Stimme zu bestimmten Themen an andere Personen delegieren – oder selbst abstimmen. Die Verteilung der eigenen Stimmacht kann jederzeit fließend geändert werden. Per webbasierten Systemen – meinen die Befürworter des Ansatzes – könne diese Idee realisiert werden.

Organisatoren des OpenDemocracyCamps waren der Liquid Democracy e.V. (liqd.de) und das Opendata Network; beides Gruppen, die sich letztes Jahr erst gründeten. Wie auf Barcamps üblich stellten die rund 40 Teilnehmer des OpenDemocracyCamps ihr Programm selber zusammen: Erst wurden Vorschläge für Vorträge kurz präsentiert; gab es Interesse im Publikum an der „Session“ bekam sie Platz im Ablauf. So fanden sich am Samstagmittag 15 Themen, die mal parallel, mal kürzer oder länger präsentiert und diskutiert wurden: Es ging um grundlegende Prinzipien von Basisdemokratie, konkrete Softwareprojekte, Ideenmärkte, Daten-Schnittstellen für Transparenz in Organisationen bis hin zu Idee einer „Open Transport Map“ (siehe auch das Online-Protokoll unter piratepad.net/odc10). Letztere soll Fahrpläne von allen möglichen Verkehrsmitteln zusammenführen und zugänglich machen. Laut dem Ideengeber könne das Vorhaben klappen: „Es gibt einen Haufen Bahn-Nerds“, meinte er.

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