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	<description>OpenData &#38; Data-Driven-Journalism</description>
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	<itunes:summary>OpenData, ePartizipation und Data-Driven-Journalism</itunes:summary>
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	<itunes:author>Datenjournalist</itunes:author>
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		<title>Fusion Tables: Zoombares Liniendiagramm</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 05:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tools]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuerdings hat Google Fusion Tables drei weitere Visualisierungsoptionen im Programm. Auf die Diagrammkarten und die Netzwerkgraphen wurden hier im Blog schon eingegangen. Die dritte Variante ist ein Liniendiagramm bei dem der Ausschnitt der x-Achse verändert werden kann. Als Beispiel dienen &#8230; <a href="http://www.datenjournalist.de/fusion-tables-zoombares-liniendiagramm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neuerdings hat <em>Google Fusion Tables</em> drei weitere Visualisierungsoptionen im Programm. Auf die <a href="http://www.datenjournalist.de/karte-diagramme-neue-visualisierungen-fur-fusion-tables/">Diagrammkarten</a> und die <a href="http://www.datenjournalist.de/netzwerkgraphparteispenden-2010/">Netzwerkgraphen</a> wurden hier im Blog schon eingegangen. Die dritte Variante ist ein Liniendiagramm bei dem der Ausschnitt der x-Achse verändert werden kann. Als Beispiel dienen hier die <strong>Zahlen </strong>für Druckauflagen, Abozahlen usw. des Magazins<strong> Der Spiegel</strong>.</p>
<p><iframe src="https://www.google.com/fusiontables/embedviz?&amp;containerId=gviz_canvas&amp;isXyPlot=true&amp;bsize=0&amp;rstart=2007%2F2%2F7+8%3A59%3A8&amp;rend=2012%2F3%2F22+12%3A0%3A0&amp;q=select+col0%2C+col6%2C+col7%2C+col8%2C+col9+from+1XgeCf7IBOxHJYdAocRrSWbc8FyhKktfSZiRWpQ8+&amp;qrs=where+col0+%3E%3D+&amp;qre=+and+col0+%3C%3D+&amp;qe=+order+by+col0+asc&amp;viz=GVIZ&amp;t=LINE_AGGREGATE&amp;width=620&amp;height=350" frameborder="no" scrolling="no" width="620" height="350"></iframe></p>
<p>Wie bekannt wurde, scheint in Hamburg zwischen Print- und Onlineredaktion unter dem Spiegeldach der Haussegen schief zu hängen. Print-Chefredakteur Georg Mascolo sieht sein Heft durch das kostenfreie Spiegel-Onlineangebot kannibalisiert, <a href="http://meedia.de/nc/print/paid-content-machtkampf-beim-spiegel/2012/04/19.html" target="_blank">meldete im April Mediaa</a>.</p>
<p>Die oben gezeigten Zahlen stammen von IVW -&#8221;Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.&#8221;. Dort gibt es übrigens solche für diverse Print-, Online- und Rundfunkmedien<a href="http://daten.ivw.eu/index.php" target="_blank"> zum Download</a> im csv-Format (nach kostenloser Registrierung). Allerdings scheinen die Daten für den Spiegel Fehler zu enthalten; zumindestens gibt es bei einigen Ausgaben nicht nachvollzuziehende Einbrüche in den Zahlen.</p>
<p>Was sich beispielsweise gut durch die Zoomfunktion der obenstehenden Visualisierung erschließen lässt, ist, dass in den letzten 14 Jahren die Druckauflage des Spiegels mit der Ausgabe nach dem 11. September 2001 ihren Höhepunkt erreichte &#8211; ein Auflagensprung um 200.000 auf 1.54 Mio Hefte. Auch zu sehen: Der Verkauf am Kiosk ist deutlich am schrumpfen &#8211; seit 2003, also in knapp 10 Jahren, hat der sich fast halbiert. Was durchaus auch auf mobile Internatangebote zurückzuführen sein könnte.</p>
<p>Kurzes Fazit: Das Liniendiagramm ist kein bahnbrechendes Tool, aber für manche Fälle eine schnell einsetzbare Möglichkeit, Zahlen sichtbar zu machen; das bietet sich etwa im Finanzbereich an für den Verlauf von Aktien- oder Wechselkursen.</p>
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		<title>&#8220;Journalismus wird ersetzt“</title>
		<link>http://www.datenjournalist.de/journalismus-wird-ersetzt/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 07:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[„Leute schätzen Journalismus nicht so, wie Journalisten es tun.“ Schreibt Stijn Debrouwere in einem unlängst erschienen Essay in seinem Blog. Debrouwere arbeitet als Entwickler bei einem US-Medienunternehmen. Sitzt also im Auge des Sturms. Er bringt das Dilemma auf den Punkt: Die Debatte &#8230; <a href="http://www.datenjournalist.de/journalismus-wird-ersetzt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Leute schätzen Journalismus nicht so, wie Journalisten es tun.“ Schreibt Stijn Debrouwere<a href="http://stdout.be/2012/05/04/fungible/" target="_blank"> in einem unlängst erschienen Essay</a> in seinem Blog. Debrouwere arbeitet als Entwickler bei einem US-Medienunternehmen. Sitzt also im Auge des Sturms.</p>
<p>Er bringt das Dilemma auf den Punkt: Die Debatte über die Zukunft des Journalismus führen meist Journalisten. Und die können aus ihrer Binnensicht heraus nach wie vor nicht fassen, was Debrouwere schreibt: „Ich denke, Journalismus wird ersetzt“.</p>
<p>Das läge nicht daran, dass guter Journalismus &#8211; investigative Stücke, Reportagen usw. &#8211; nicht wertgeschätzt würden. Doch gäbe es eine riesige Palette an Anwendungen im Netz, die schlicht viele Aufgabe des Journalismus übernommen hätten, nicht zuletzt weil sie besser Nischen bedienen würden. Sie böten die gleiche Funktionalität, nur in einer anderen Verpackung. Und die, so meint Debrouwere, wäre meistens wesentlich attraktiver als die herkömmliche journalistische Aufbereitung.</p>
<p><span id="more-2014"></span></p>
<p>Klar kann man die Nase darüber rümpfen, dass Leute sich auf automatisierte Tipps bei Amazon, was sie noch lesen könnten, verlassen. Und nicht auf das Feuilleton. Aber wer schaut schon noch bei Perlentaucher oder ähnlichem nach, wenn er bei Amazon nach Büchern stöbert? Verlässt man sich nicht eher auf das meist amateurhafte User-Feedback bei dem jeweiligen Produktprofil auf den Seiten des Onlinehandelshauses?</p>
<p>Debrouwere, der einen Master-Abschluss in Philosophie hält, bringt diverse plastische Beispiele in seinem Text dafür, wie Onlineangebote auf verschiedene Weise an Bedeutung verlieren: Etwa: „Mein Vater hat nie Musikbesprechungen gelesen, nutzt aber Spotify, um neue Musik kennenzulernen. Mein Bruder abonniert nicht das DRUM! Magazin, aber er hat jedes Trommel-Tutorium gesehen, das YouTube im Angebot hat.“</p>
<p>Personen über 40 Jahre würden nach wie vor klassische journalistische Produkte als erste Anlaufstelle für Informationen nutzten. Doch:</p>
<blockquote><p>„Je jünger die Person ist, die du fragst, um so unwahrscheinlicher ist ist es, dass es eine Verbindung gibt zwischen dem Verlangen zu wissen, was passiert und dem Griff nach einer Zeitung oder einer Nachrichtenwebsite. Sie nutzen Pinterest, um zu erfahren, was schick ist und setzten auf Facebook, ob etwas Unterhaltsames am Wochenende passiert. Sie nutzen Facebook aber auch, um zu erfahren, ob es etwas gibt, über das man sich ärgern muss und gegen das man protestieren muss“.</p></blockquote>
<p>Das ist der zentrale Grund dafür, warum Facebook solch wahnsinnige Summen beim Börsengang erzielen wird. Es ist ein Informationsökosystem, das durch seine Dezentralität grundlegend anders funktioniert als das klassische Nachrichtenwesen. Die Occupy-Bewegung, aber auch die erstaunlich großen Teilnehmerzahlen bei den Protesten gegen das Handelsabkommen ACTA Anfang diesen Jahres gehen auf diese Macht von Facebook zurück.</p>
<p>Ein Ökosystem in das die klassischen Verlage rein wollen. Aber offenbar bislang scheitern. Gerade war zu lesen: „<a href="http://www.buzzfeed.com/jwherrman/facebook-social-readers-are-all-collapsing" target="_blank">Facebook Social Readers Are All Collapsing</a>“ Diese &#8220;social reader&#8221;-Angebote von Zeitungen (Washington Post, Guardian usw.) zwingen die Nutzer dazu, ihr Leseverhalten ihren „Freunden“ mitzuteilen &#8211; ob sie es wollen oder nicht. Und werden nun offenbar abgestraft, weil sie zu „share-y“ sind; weil sie eine Kultur bei Facebook etablieren wollten, die dort nicht erwünscht ist.</p>
<p>Dass das Internet die Journalismusbranche erschüttert, ist ein alter Hut. Der Text von Debrouwere ist dennoch bemerkenswert, weil er herausarbeitet, dass die Einschätzung vieler professionellen Journalisten, diese Online-Angebote seien doch kein echter Journalismus, den meisten Leuten herzlich egal ist. Sein Tipp: „Gestehe dir ein, dass du weniger wichtig bist, als du es gewohnt bist“.</p>
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		<title>Gibt es eine Open-Data-Bewegung?</title>
		<link>http://www.datenjournalist.de/gibt-es-eine-open-data-bewegung/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 07:42:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[OpenData]]></category>
		<category><![CDATA[OpenGovernment]]></category>

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		<description><![CDATA[  <a href="http://www.datenjournalist.de/gibt-es-eine-open-data-bewegung/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten beiden Tagen kochte eine Debatte hoch, die erst über Twitter und dann über Blogs ausgetragen wurde. Auslöser war der Beitrag von Tom Slee mit dem Titel „<a href="http://whimsley.typepad.com/whimsley/2012/05/why-the-open-data-movement-is-a-joke.html" target="_blank">Why the ,Open Data Movement‘ is a joke</a>.“ Im ersten Teil des Textes kritisierte er, dass die kanadische Regierung sich in seinen Augen einerseits mit ihrer Mitgliedschaft in der internationalen „Open Government Partnership“ brüsten würde. Gleichzeitig sei die konservative Regierung in dem nordamerikanischen Land aber ein Heimlichtuer und würde Transparenzinitiativen abstellen. Slee bezweifelte dann, ob überhaupt von einer (politischen) Bewegung die Rede sein kann:</p>
<blockquote><p>&#8220;Open Data Movement&#8221; is a phrase dragged out by media-oriented personalities to cloak a private-sector initiative in the mantle of progressive politics. Along with other cyberculture terms (&#8220;hacktivism&#8221;, &#8220;unconferences&#8221;, &#8220;hackathons&#8221;) the word &#8220;movement&#8221; suggests a countercultural grass-roots initiative for social change, but there isn&#8217;t anything of the sort that I can see.</p></blockquote>
<p><span id="more-1989"></span>Er präzisierte das in einem <a href="http://whimsley.typepad.com/whimsley/2012/05/reactions-to-why-the-open-data-movement-is-a-joke.html" target="_blank">zweiten Beitrag</a>, den er in Reaktion auf die zum Teil harsche Kritik via Twitter auf seinen Beitrag verfasste. (UPDATE 09.04.12: Lee hat einen weiteren Text geschrieben: <a href="http://whimsley.typepad.com/whimsley/2012/05/open-data-movement-redux-tribes-and-contradictions.html" target="_blank">Open Data Movement Redux: Tribes and Contradictions</a>.) Um seinen Punkt klarer zu machen, verwies er auf die konzeptionellen Unterschiede zwischen der Herangehensweise der US-Regierung und der britischen. Dafür zitiert Shee den Text des O&#8217;Reilly Autors Nat Torkington &#8220;<a href="http://radar.oreilly.com/2010/08/gov-20-as-means-not-end.html" target="_self">Gov 2.0 as means not end</a>&#8220;.</p>
<blockquote><p>You can see how government-as-cost and government-as-investment thinking comes out in the difference in rhetoric between the Obama and Cameron administrations. Obama and his staff, coming from the investment mindset, are building a Gov 2.0 infrastructure that creates a space for economic opportunity, informed citizens, and wider involvement in decision making so the government better reflects the community&#8217;s will. Cameron and his staff, coming from a cost mindset, are building a Gov 2.0 infrastructure that suggests it will be more about turning government-provided services over to the private sector:</p></blockquote>
<p>Sichtlich verärgert von ersten Artikel von Slee war Alex Howard. Seines Zeichens <a href="http://radar.oreilly.com/alexh/index.html" target="_blank">ebenfalls Autor</a> beim Internetverleger O‘Reilly (Tim O&#8217;Reilly war im 1. Text von Slee vorgeworfen worden, mit dem Begriff Open Data vor allem auch Geschäfte machen zu wollen.) Wie hilfreich es ist, wenn Evgeny Mozorov sich in eine Debatte einschaltet, sei dahingestellt. Er ist bekannt für seine bissige Polemik und reizte den offensichtlich angefassten Howard (Mozorov verwies neben allem Rumgeholze aber auch immer wieder auf hilfreiche Texte rund um das Thema)  - eine Kostprobe:</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-in-reply-to="197424820869283841"><p>@<a href="https://twitter.com/digiphile">digiphile</a> yep, I&#8217;m in it for the lulz. that you guys will end up being used by govts is obvious to me but you can continue celebrating</p>
<p>— Evgeny Morozov (@evgenymorozov) <a href="https://twitter.com/evgenymorozov/status/197425797273890816" data-datetime="2012-05-01T20:42:32+00:00">May 1, 2012</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weil Twitter als Diskursmedium nur bedingt Sinn macht, fand dann die zweite Runde der Auseindersetzung in erfreulich konstruktiver Weise über Blogs statt. Auf den bereits oben erwähnten zweiten Blogpost von Tom Slee, reagierte Howard erst <a href="http://whimsley.typepad.com/whimsley/2012/05/reactions-to-why-the-open-data-movement-is-a-joke.html?cid=6a00d83451d3b369e2016766064107970b#comment-6a00d83451d3b369e2016766064107970b" target="_blank">mit einem langen sachlichen Kommentar</a> und schrieb dann selbst noch einen ausführlichen Text in seinem Blog Gov2.0: &#8220;<a href="http://gov20.govfresh.com/no-joke-open-data-fuels-transparency-civic-utility-and-economic-activity/" target="_blank">No joke: Open data fuels transparency, civic utility and economic activity</a>&#8220;. Richtig weist er dort darauf hin, dass vor drei Jahren von Open-Data-Portalen etc. nicht die Rede sein konnte:</p>
<blockquote><p>&#8230; but it is indisputable that 3 years ago, a researchers would be hard-pressed to find a open government data platform nor downstream consumers.</p>
<p>Now there are dozens of such platforms at the national, state and city level and even more services that use that data. What matters more than their existence, however, is what goes onto them. In that respect, civil society and media must to be extremely careful about giving governments credit for just putting a “portal” online.</p></blockquote>
<p>David Eaves, ein bekannter Open-Data-Advokat aus Kanada, äußerte sich ebenfalls  zu Slees Text. (<a href="http://www.datenjournalist.de/eaves-hackathon/">Hier im Blog</a> findet sich ein Interview mit Eaves von Ende 2010.)</p>
<p><a href="http://eaves.ca/2012/05/02/open-data-movement-is-a-joke/" target="_blank">Er stimmt Slee in manchen Teilen zu, kritisiert aber auch</a> &#8211; wie ich finde berechtigt -, dass die Unterstellung seitens Slee, die Open-Data-Bewegung sei sehr von kommerziellen Interessen geprägt, falsch sei. Sehr hilfreich ist auch diese Anmerkung von Eaves:</p>
<blockquote><p>Open Government and Open Data should not be used interchangeably. And this is an issue Open Government and Open Data advocates wrestle with.</p></blockquote>
<p>Schließlich geht Eaves auch noch auf die Feststellung von Slee ein, die die ganze Debatte eröffnete: &#8216;It&#8217;s not a movement, at least in any reasonable political or cultural sense of the word.&#8217;</p>
<blockquote><p>We will have to agree to disagree. My experience is quite the opposite. It is a movement. One filled with naive people, with skeptics, with idealists focused on accountability, developers hoping to create apps, conservatives who want to make government smaller and progressives who want to make it more responsive and smarter. There was little in the post that persuaded me there wasn&#8217;t a movement.</p></blockquote>
<p>Mich würde es freuen, wenn im deutschsprachigen Raum ebenfalls eine so engagierte Auseinandersetzung über Open Data &amp; Co. stattfinden würde. Ich weiß nicht, ob der Begriff &#8220;Bewegung&#8221; der richtige ist, um die Dynamik rund um Open Data in Deutschland zu beschreiben (und auch international, soweit ich das überblicke). Jedenfalls ist es keine &#8220;soziale Bewegung&#8221;, unter die man mit einigem Wohlwollen etwa jüngst &#8220;Occupy&#8221; fassen könnte.</p>
<p>Vielmehr ist eine Melange aus Aktivisten, Unternehmern und Beamten &#8211; eine ungewöhnliche Mischung, die vielleicht als &#8220;civic society-public-private-partnership&#8221; bezeichnet werden kann.</p>
<p>Ich halte es zumindestens für problematisch, dass Akteure wie David Eaves, Alex Howard und Rufus Pollock (eine der führenden Figuren der Open Knowledge Foundation) <a href="http://www.open.gc.ca/open-ouvert/bio-bio-eng.asp" target="_blank">in einem Beratergremium</a> der kanadischen Regierung sitzen. So etwas ist zumindest für eine &#8220;Bewegung&#8221; sehr untypisch. Bei Anhörungen, Konferenzen, Komissionen o.ä. dabei zu sein, dient der Sache &#8211; gegen <del>Bezahlung (?)</del> zu beraten, überschreitet eine Linie, auf der Aktivisten und auch Journalisten klar auf einer Seite bleiben sollten. UPDATE: Alex Howard <a href="http://twitter.com/#!/digiphile/status/198041915684433921" target="_blank">teilt mit</a>: <em>The Canadian </em>#opengov<em> advisory panel is unpaid, voluntary &amp; non-binding. Please read: <a href="http://gov20.govfresh.com/eight-open-government-recommendations-for-canada/" target="_blank">Link</a></em></p>
<p>In meinen Augen ist die Gefahr hier sehr groß, vereinnahmt zu werden. Dass ich in diesem Sinne wenig von der Feigenblattveranstaltung Apps4Dtl. gehalten habe, <a href="http://www.freitag.de/politik/1144-spielzeug-statt-infrastruktur" target="_blank">habe ich dargelegt</a>. Andere halten so etwas für legitim, weil <a href="http://blog.fukami.io/archives/2011/11/19/zur-kritik-an-apps4de-von-lorenz-matzat/" target="_blank">erst einmal &#8220;kleine Brötchen&#8221;</a> gebacken werden müssten.</p>
<p>Wen also interessiert, welche Art von Gebäckstück hierzulande gerade in der Mache sind, lese bitte das &#8220;<a href="http://www.government2020.de/blog/?p=1147" target="_blank">Diskussionspapier zur Open-Government-Data-Zusammenarbeit in der<br />
D-A-CH-Region</a>&#8220;.</p>
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		<title>Netzwerkgraph:Parteispenden 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 07:45:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tools]]></category>

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		<description><![CDATA[Im vorherigen Post wurde schon auf eine der drei neuen Visualisierungsoptionen bei Google Fusion Tables eingegangen (Map charts). Hier nun ein Beispiel für die Möglichkeit, Netzwerke abzubilden. In diesem Fall habe ich das unlängst per Update auf den Stand von &#8230; <a href="http://www.datenjournalist.de/netzwerkgraphparteispenden-2010/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.google.com/fusiontables/DataSource?snapid=S463873lAlT"><img src="http://www.datenjournalist.de/wp-content/uploads/2012/04/spende6.png" alt="" title="spende6" class="alignright size-full wp-image-1985" /></a></p>
<p>Im <a href="http://www.datenjournalist.de/karte-diagramme-neue-visualisierungen-fur-fusion-tables/">vorherigen Post</a> wurde schon auf eine der drei neuen Visualisierungsoptionen bei Google Fusion Tables eingegangen (Map charts). Hier nun ein Beispiel für die Möglichkeit, Netzwerke abzubilden. In diesem Fall habe ich das unlängst per Update auf den Stand von 2010 gebrachte <a href="http://taz.de/Parteispenden-Watch/!t200/#parteispenden-recherche" target="_blank">Parteispenden-Recherchetool</a> der taz genutzt. Dort habe ich mir eine csv-Datei aller Spenden im Jahr 2010 von Unternehmen an die Parteien generieren lassen.</p>
<p>Nach dem Import der Tabelle nach Fusion Tables lässt sich unter dem Menüpunkt &#8220;Experiment&#8221; die Option &#8220;Network graph&#8221; wählen. Es müssen dort nun zwei Spalten benannt werden, die in Beziehung stehen &#8211; in dem Fall Parteien und Unternehmen. Optional lässt sich noch eine dritte Spalte mit einem &#8220;Weight&#8221; bestimmen &#8211; die also die Intensität der Verbindung beziffert, die entsprechend die Dicke der Verbindungslinie beinflusst.</p>
<p>Auch kann ausgewählt werden, ob Pfeile vom &#8220;Vertex 1&#8243; zum &#8220;Vertex 2&#8243; gezeigt werden (Vertex=Node=Knoten). Ebenfalls lässt sich die Anzahl der gezeigten Knoten bestimmen. Das Tool zeigt dann, reduziert man die Anzahl der Nodes, zuerst diejenigen, die mehrere Verbindungen haben.</p>
<p>Leider lässt sich die Netzwerk-Visualisierung noch nicht einbetten. Hier aber ist ein <a href="https://www.google.com/fusiontables/DataSource?snapid=S463873lAlT" target="_blank">Link auf die interaktive Variante</a> des oben abgebildeten Graphen.</p>
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		<title>Karte + Diagramme: Neue Visualisierungen für Fusion Tables</title>
		<link>http://www.datenjournalist.de/karte-diagramme-neue-visualisierungen-fur-fusion-tables/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Apr 2012 12:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tools]]></category>

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		<description><![CDATA[Google hat seinem Werkzeug Fusion Tables drei neue Visualisierungsoption spendiert &#8211; sie finden sich in einem &#8220;Experiment menu&#8221;; neben einer Netzwerkvisualisierung und einem interaktiven Liniendiagramm handelt sich dabei um eine Option, Daten für einzelne Gebiete auf einer Karte zu visualisieren. &#8230; <a href="http://www.datenjournalist.de/karte-diagramme-neue-visualisierungen-fur-fusion-tables/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.datenjournalist.de/wp-content/uploads/2012/04/google_Fus.png"><img class="alignright size-full wp-image-1960" title="google_Fus" src="http://www.datenjournalist.de/wp-content/uploads/2012/04/google_Fus.png" alt="" width="543" height="154" /></a><br />
Google hat seinem Werkzeug Fusion Tables drei neue Visualisierungsoption spendiert &#8211; sie finden sich in einem &#8220;<a href="http://support.google.com/fusiontables/bin/answer.py?hl=en&amp;answer=2370591&amp;topic=2572801&amp;ctx=topic" target="_blank">Experiment men</a>u&#8221;; neben einer Netzwerkvisualisierung und einem interaktiven Liniendiagramm handelt sich dabei um eine Option, Daten für einzelne Gebiete auf einer Karte zu visualisieren. <a href="http://support.google.com/fusiontables/bin/answer.py?hl=en&amp;answer=2585072&amp;topic=2572801&amp;ctx=topic" target="_blank">Das Tutorial</a> von Google selbst macht es schon deutlich: sie entwickeln solche Tools nicht zuletzt vor dem Hintergrund des US-Wahlkampfs 2012 (siehe dazu auch: &#8220;<a href="http://www.poynter.org/latest-news/top-stories/158375/how-google-beat-associated-press-with-iowa-caucus-results-and-why-it-matters-santorum-romney/" target="_blank">How Google beat AP with Iowa caucus results (and why it matters)</a>&#8220;).</p>
<p><span id="more-1943"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><em>Wahlergebnisse der Landtagswahl 2010 in NRW &#8211; 2. Stimmen absolut nach Wahlkreis</em></span></p>
<p><iframe width="755" height="400" scrolling="no" frameborder="no" src="https://www.google.com/fusiontables/embedviz?&#038;containerId=gviz_canvas&#038;state=%7B%22usedcolors%22%3A%5B0%2C1%2C2%2C3%5D%2C%22availcolors%22%3A%5B%5D%2C%22centerlat%22%3A51.162207613973685%2C%22centerlng%22%3A7.812317550527492%2C%22zoom%22%3A7%2C%22chartseries%22%3A%7B%22origdsorder%22%3A%5B%22Coesfeld+II%22%2C%22Solingen+I%22%2C%22M%5Cu00e4rkischer+Kreis+III%22%2C%22Soest+II%22%5D%2C%22dsorder%22%3A%5B%22Coesfeld+II%22%2C%22Solingen+I%22%2C%22M%5Cu00e4rkischer+Kreis+III%22%2C%22Soest+II%22%5D%2C%22sortedmetric%22%3Anull%2C%22zippedmetrics%22%3A%5B%22col12%3E%3E0%23agg%23AVERAGE%23DOUBLE%22%2C%22col10%3E%3E0%23agg%23AVERAGE%23DOUBLE%22%2C%22col20%3E%3E0%23agg%23AVERAGE%23DOUBLE%22%2C%22col14%3E%3E0%23agg%23AVERAGE%23DOUBLE%22%5D%7D%7D&#038;mapcol=col0%3E%3E1&#038;maptbl=3607516&#038;maplbl=Wahlkreisname&#038;q=select+col1%3E%3E0%2C+AVERAGE(col10%3E%3E0)%2C+AVERAGE(col12%3E%3E0)%2C+AVERAGE(col14%3E%3E0)%2C+AVERAGE(col16%3E%3E0)%2C+AVERAGE(col20%3E%3E0)%2C+AVERAGE(col42%3E%3E0)+from+3607516++group+by++col1%3E%3E0&#038;viz=GVIZ&#038;t=MAP_CHARTS&#038;width=755&#038;height=400"></iframe></p>
<p>Hierzulande stehen ja auch gerade zwei Landtagswahlen an. In der interaktiven Karte oben lassen sich bis zu vier der Wahlkreise auswählen und vergleichen. Das ist die besondere Funktionalität, die diese neue Visualisierungsoption von Fusion Tables namens &#8220;Map charts&#8221; bietet.</p>
<p>Die Daten für das Beispiel finden sich zum einen <a href="http://www.mik.nrw.de/themen-aufgaben/buergerbeteiligung-wahlen/wahlen/auf-allen-ebenen/landtagswahl/wahl-2012/wahlkreiskarten.html" target="_blank">beim Innenministerium NRW</a> &#8211; vorbildlich in diversen maschinenlesbaren Formaten, sprich als Open Data. Darunter auch die Shapefiles für die Wahlkreise. <a href="http://www.wahlergebnisse.nrw.de/landtagswahlen/2010/index.html" target="_blank">Die Wahlergebnisse</a> für 2010 für die Wahlkreise kommen vom Landeswahlleiter &#8211; ebenfalls in Tabellenform.</p>
<p>Ein Tutorial dazu, wie man Shapefiles auf die Karte bringt sowie mit einem zweiten Datensatz verknüpft, findet sich <a href="http://www.datenjournalist.de/grenzen-gebiete-und-daten-mit-fusion-tables-kartieren/">hier in diesem Blog</a> .</p>
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		<title>Mangelndes Datenbewusstsein</title>
		<link>http://www.datenjournalist.de/mangelndes-datenbewusstsein/</link>
		<comments>http://www.datenjournalist.de/mangelndes-datenbewusstsein/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 10:02:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Friedenforschungsinstitut SIPRI hat heute seinen jährlichen Rüstungsbericht veröffentlicht. Das Thema Datenjournalismus ist ja mittlerweile nicht wirklich mehr neu. Datensätze als journalistisches Material zu verwenden, indem man es schlicht veröffentlichten, macht der Guardian seit Frühjahr 2009 in seinem Datenblog. Kein &#8230; <a href="http://www.datenjournalist.de/mangelndes-datenbewusstsein/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://datawrapper.de?c=C9" frameborder="0" scrolling="no" allowtransparency="true" allowfullscreen webkitallowfullscreen mozallowfullscreen oallowfullscreen msallowfullscreen width="600" height="467" id="iframe"></iframe></p>
<p>Das Friedenforschungsinstitut SIPRI hat heute seinen jährlichen Rüstungsbericht <a href="http://www.sipri.org/media/pressreleases/17-april-2012-world-military-spending-levels-out-after-13-years-of-increases-says-sipri" target="_blank">veröffentlicht</a>.</p>
<p>Das Thema Datenjournalismus ist ja mittlerweile nicht wirklich mehr neu. Datensätze als journalistisches Material zu verwenden, indem man es schlicht veröffentlichten, macht der Guardian seit Frühjahr 2009 in seinem Datenblog. Kein Wunder also, dass sich heute <a href="http://www.guardian.co.uk/news/datablog/2012/apr/17/military-spending-countries-list" target="_blank">dort Zahlen</a> rund um den Rüstungsbericht in Tabellenform finden.</p>
<p>War irgendein deutschsprachiges Medium dazu in der Lage, etwas anders als ein mit Zahlen gespickten Bericht zum Thema zu bringen?<span id="more-1908"></span> Wie es aussieht, wenn man <a href="http://news.google.de/news/story?hl=de&amp;gl=de&amp;q=sipri&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;ncl=d925gxQIX-tFvbM4Oa83KqXG3jt1M&amp;ei=ajGNT927AvPQ4QTut_2hDw&amp;sa=X&amp;oi=news_result&amp;ct=more-results&amp;resnum=2&amp;ved=0CDYQqgIwAQ" target="_blank">Google News durchschaut</a>, scheint das nicht der Fall zu sein.</p>
<p>Schade, denn es gibt ja nicht viel Näherliegendes. Diese Art der Berichterstattung in deutschen tagesaktuellen Medien ist Zeichen von einem weiterhin anhaltenden mangelnden Datenbewusstsein und eins der verpassten Chancen. Ich wage mal zu behaupten, dass Leser/Nutzer es goutieren würden, würden die jeweils favorisierten Online-Nachrichten gleich das Datenmaterial ergänzend anbieten. Wäre es nicht ein Leichtes für Nachrichtenagenturen, Rohdatenmaterial mitzuliefern? Oder gar einen OpenData-Katalog aufzubauen?</p>
<p>Die Süddeutsche war immerhin in der Lage, auf ein <a href="http://www.sipri.org/research/armaments/milex/sipri-factsheet-on-military-expenditure-2011/at_download/file" target="_blank">zehnseitiges Factsheet</a> von SIPRI im pdf-Format zu verlinken. Die dort auf Seite 9 abgedruckte Tabelle mit einem OCR-Programm wie Abbyy <a href="http://finereader.abbyy.de/" target="_blank">FineReader</a> einzulesen, in Google Docs zu laden, kurz zu bearbeiten und wie hier im folgenden <a href="https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0An0YnoiCbFHGdFo0bENUUExsQUY4S3dpVnVYVUFsNnc" target="_blank">zu veröffentlichen</a>, dauert keine zehn Minuten. Das sich mit den Zahlen dann diverse Visualisierungen machen lassen, versteht sich wohl von selbst &#8211; siehe oben. Das Balkendiagramm wurde mit dem <a href="http://datawrapper.de/" target="_blank">DataWrapper</a> in etwa 5 Minuten erstellt.</p>
<address><strong>Military expenditure by region, 2002-11</strong><br />
<em><small>Figures for 2002-2011 are in US $b. at constant (2010) prices and exchange rates. Figures for 2011 in the right-most column, marked *, are in current US$ b. for 2011. Figures do not always add up to totals because of the Conventions of rounding</small>.</em></address>
<p><script src="https://docs.google.com/spreadsheet/gpub?url=http%3A%2F%2Ftngmqk5kknht7idkbhrks3qtltpmeg9f-ss-opensocial.googleusercontent.com%2Fgadgets%2Fifr%3Fup_title%26up_showfilters%3D0%26up_enablegrouping%3D0%26up__table_query_url%3Dhttps%253A%252F%252Fdocs.google.com%252Fspreadsheet%252Ftq%253Frange%253DA1%25253AL24%2526key%253D0An0YnoiCbFHGdFo0bENUUExsQUY4S3dpVnVYVUFsNnc%2526gid%253D0%2526pub%253D1%26url%3Dhttp%253A%252F%252Fwww.google.com%252Fig%252Fmodules%252Ftable.xml%26spreadsheets%3Dspreadsheets&#038;height=459&#038;width=557"></script></p>
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		</item>
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		<title>Das Prozentzeichen oder Fallstricke beim Datenjournalismus</title>
		<link>http://www.datenjournalist.de/das-prozentzeichen-oder-fallstricke-beim-datenjournalismus/</link>
		<comments>http://www.datenjournalist.de/das-prozentzeichen-oder-fallstricke-beim-datenjournalismus/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2012 08:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Methoden]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.datenjournalist.de/?p=1876</guid>
		<description><![CDATA[Zeit Online hat merklich die Taktzahl hochgedreht. Alle paar Wochen erscheint nun eine datenbasierte interaktive Infografik. Das dürfte u.a. auch daran liegen, dass dort neuerdings der Programmierer Cole Gillespie arbeitet - er ist dort im Rahmen der &#8220;Knight Mozilla News Technology &#8230; <a href="http://www.datenjournalist.de/das-prozentzeichen-oder-fallstricke-beim-datenjournalismus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.datenjournalist.de/wp-content/uploads/2012/03/Bildschirmfoto-2012-03-30-um-09.44.40.png"><img class="alignright size-full wp-image-1889" title="Bildschirmfoto 2012-03-30 um 09.44.40" src="http://www.datenjournalist.de/wp-content/uploads/2012/03/Bildschirmfoto-2012-03-30-um-09.44.40.png" alt="" width="578" height="219" /></a>Zeit Online hat merklich die Taktzahl hochgedreht. Alle paar Wochen erscheint nun eine datenbasierte interaktive Infografik. Das dürfte u.a. auch daran liegen, dass dort neuerdings der Programmierer <a href="http://blog.colegillespie.com/2012/02/29/zeitopen/" target="_blank">Cole Gillespie arbeitet </a>- er ist dort im Rahmen der &#8220;Knight Mozilla News Technology Fellowship&#8221; <a href="http://blog.zeit.de/zeitansage/2011/02/07/zeit-online-wird-partner-der-knight-mozilla-news-technology-fellowship_693" target="_blank">tätig</a>.</p>
<p>Gestern erschien nun bei Zeit Online (ZOn) <a href="http://www.zeit.de/politik/regierungsbarometer" target="_blank">das &#8220;Regierungsbarometer</a>&#8220;.</p>
<p>ZOn musste schon für die beiden letzten Grafiken Kritik einstecken &#8211; einmal hier im Blog in Sachen <a href="http://www.datenjournalist.de/big-data-und-sport-im-kino-und-bei-zeit-online/">Fußball</a> und dann beim Kollegen Björn Schwentker in Sachen <a href="http://www.demografie-blog.de/2012/02/die-untoten-von-zeit-online/" target="_blank">Demographie</a>. Und auch die jüngste Geschichte ist diskussionswürdig.</p>
<p>Vorweg: Es geht hier nicht um ein ZOn-bashing &#8211; dort wird entgegen der meisten anderen Medien immerhin an datenjournalistischen Methoden gefeilt. Mangels anderer Akteure im Bereich des deutschsprachigen Datenjournalismus kann sich zur Zeit aber letztlich nur an ZOn-Werken abgearbeitet werden.</p>
<p>Jetzt zur Sache &#8211; es herrschte Verwirrung:</p>
<p><span id="more-1876"></span></p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de" data-in-reply-to="185430410090647554"><p>@<a href="https://twitter.com/driven_by_data">driven_by_data</a> seems to be something along the lines of % of respondents satisfied with gov&#8217;t decisions minus % dissatisfied</p>
<p>— John Burn-Murdoch (@jburnmurdoch) <a href="https://twitter.com/jburnmurdoch/status/185431205750128640" data-datetime="2012-03-29T18:20:19+00:00">März 29, 2012</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de" data-in-reply-to="185445212896755713"><p>@<a href="https://twitter.com/moritz_stefaner">moritz_stefaner</a> @<a href="https://twitter.com/zeitonline">zeitonline</a> I just tried to create a similar graph but unfortunately the json doesn&#8217;t contain the raw data.</p>
<p>— GregorAisch (@driven_by_data) <a href="https://twitter.com/driven_by_data/status/185445910128504834" data-datetime="2012-03-29T19:18:45+00:00">März 29, 2012</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p>Rather complex y-axis by @<a href="https://twitter.com/zeitonline">zeitonline</a>, and perhaps even misleading regarding 3 (!) possible answers via @<a href="https://twitter.com/driven_by_data">driven_by_data</a> <a title="http://is.gd/4uZNot" href="http://t.co/FVX8u1AE">is.gd/4uZNot</a></p>
<p>— Christina Elmer (@ChElm) <a href="https://twitter.com/ChElm/status/185600521531437057" data-datetime="2012-03-30T05:33:07+00:00">März 30, 2012</a></p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Problem des Ganzen ist nicht die Umsetzung. Sowohl technisch als auch vom Interface her ist das Angebot gut gemacht. Hilfreich sind beispielsweise die roten Markierungen auf den Graphen, die Kontext zu historisch/politischen Zusammenhängen bieten und ggf. den Verlauf der Kurve erklären könnten. Wer redaktionell für die Auswahl dieser Texte verantwortlich ist, ist allerdings nicht ersichtlich. Ist es die Politikredaktion, Entwicklungsredaktion oder sonst wer?</p>
<p>Das Problem fängt bei einem kleinen Zeichen an: dem Prozentzeichen in der y-Achse. Dort wird das &#8220;Government Approval Rating&#8221; (GAR) des Umfrageinstituts YouGov gezeigt. Inwiefern solch eine tägliche Umfrage Sinn macht, sei dahingestellt. ZOn <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-03/government-approval-rating" target="_blank">selbst schreibt</a>: &#8220;<em>Welche Ereignisse für die Meinung der Deutschen über ihre Regierung tatsächlich entscheidend sind, und ob sich diese dann konkret auf die Umfragen auswirken, ist allerdings Interpretationssache. Denn YouGov fragt die Bürger nicht nach Gründen für ihre Zufriedenheit oder Unzufriedenheit.</em>&#8221;</p>
<p>Gefragt wird jedenfalls: &#8220;&#8216;<em>Sind Sie mit der Leistung der Bundesregierung zufrieden?&#8217; Die Antwortmöglichkeiten: &#8216;Ja&#8217;, &#8216;Nein&#8217; und &#8216;Weiß nicht&#8217;.</em>&#8221;</p>
<p>Das GAR wird laut ZOn so errechnet: &#8220;S<em>ind beispielsweise 80 Prozent der Befragten unzufrieden und 20 Prozent zufrieden, ergibt das einen Wert von -60.</em>&#8221;  Aus dieser &#8220;-60&#8243; wird in der Grafik ein &#8220;-60%&#8221;. Prozent müssen aber immer zwischen 0 und 100 liegen.  Letztlich steht dort etwa: Die Deutschen sind zu -62% unzufrieden mit ihrer Regierung. Das ist einer der Gründe, der zu der oben dokumentieren Verwirrung führt. (UPDATE 02.04.2012: ZOn hat mittlerweile das Prozentzeichen <a href="http://twitter.com/#!/venohr/status/186449339055472640" target="_blank">entfernt</a>.)</p>
<p><a href="http://www.datenjournalist.de/wp-content/uploads/2012/03/baro_gender.png"><img class="size-full wp-image-1894 aligncenter" title="baro_gender" src="http://www.datenjournalist.de/wp-content/uploads/2012/03/baro_gender.png" alt="" width="497" height="225" /></a></p>
<p>Für Missverständnisse sorgt das Prozentzeichen auch, weil Frauen offenbar durchgängig rund 10 &#8220;Prozent&#8221; unzufriedener sind, als Männer. Das rührt daher, dass mit einem doppelten Wertebereich gearbeitet wird (+100 bis -100) &#8211; die Abweichung also eher 5 Punkte ist.</p>
<p>Weiter ist unklar, was mit den Antworten &#8220;Weiß nicht&#8221; geschieht. Werden die eingerechnet? Werden sie ignoriert? Es könnte jedenfalls sein, dass die Unentschiedenheit sowohl bei den in der Grafik möglichen Vergleichen nach Geschlecht sowie nach Ost-West eine Rolle spielen könnte.</p>
<p>Eins noch: Im Eingangstext zur Grafik wird zwar erwähnt, dass die Werte nur werktags erhoben werden &#8211; in der Grafik selbst wird aber nicht deutlich, dass die Werte wohl für Wochenenden/ Feiertage interpoliert werden. Leider werden die Rohdaten nicht mitveröffentlicht, was zum Verständnis hätte beitragen könnten. Wahrscheinlich liegen die Gründe im Vertraglichen mit YouGov.</p>
<p>ZOn hätte die gestiftete Verwirrung vermeiden können. Von außen betrachtet scheint es so, als ob offenbar nicht ausreichend getestet wird, inwieweit die Anwendungen für die Benutzer verständlich sind. Das ist aber ein Muss bei Softwareentwicklung &#8211; und interaktive Grafiken sind letztlich Software.</p>
<p>Zum Abschluss ein Vorschlag: Neben der oben in einem Tweet erwähnten <a href="http://eagereyes.org/blog/2012/embracing-uncertainty-two-line-charts" target="_blank">alternativen Darstellungsweise</a> im Blog eagereyes wäre in meinen Augen die unten skiziierte Grafik weniger verwirrend: Die Nullline trennt Zufriedene (blau) von Unzufriedenen (rot). Dort müsste nur angegeben werden, dass die fehlenden Werte zu insgesamt 100 auf die Antwort &#8220;weiß nicht&#8221; zurückzuführen sind.</p>
<p><a href="http://www.datenjournalist.de/wp-content/uploads/2012/03/screenshot-2012-03-30-um-09.03.40.png"><img class="alignright size-full wp-image-1891" title="screenshot 2012-03-30 um 09.03.40" src="http://www.datenjournalist.de/wp-content/uploads/2012/03/screenshot-2012-03-30-um-09.03.40.png" alt="" width="656" height="418" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Datenjournalismus &#8211; Wohin geht die Reise?</title>
		<link>http://www.datenjournalist.de/datenjournalismus-wohin-geht-die-reise/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 12:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstag, 20.03.2012, war ich in Wien und sprach im Rahmen der Veranstaltungsreihe twenty.twenty. Sprich, der Aufhänger war das Jahr 2020. Unten ist mein Vortrag als Video eingebettet (20 Min.). Nach einem kurzen Abriss zu Datenjournalismus an sich ging es &#8230; <a href="http://www.datenjournalist.de/datenjournalismus-wohin-geht-die-reise/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag, 20.03.2012, war ich in Wien und sprach im Rahmen der Veranstaltungsreihe <a href="http://www.twentytwenty.at/" target="_blank">twenty.twenty</a>. Sprich, der Aufhänger war das Jahr 2020. Unten ist mein Vortrag als Video eingebettet (20 Min.). Nach einem kurzen Abriss zu Datenjournalismus an sich ging es weiter darum, wie Onlinejournalismus in den nächsten Jahren durch datenjournalistische Methoden im weiteren Sinne geprägt werden könnte &#8211; wie neue Geräte und neue Technologien dabei eine Rolle spielen. Die gesamte Veranstaltung mit der auf den Vortrag folgenden  Diskussion lässt sich <a href="http://www.twentytwenty.at/naechste-veranstaltung/video/" target="_blank">hier betrachten</a>. Unterhalb des &#8220;Bewegtbilds&#8221; findet sich noch der <a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120321_OTS0215/datenjournalismus-von-gesellschaftlicher-transparenz-bis-zu-lady-gaga-bild" target="_blank">Pressetext</a> zur Veranstaltung, der auch die Mitdiskutanten vorstellt.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/38973652?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="591" height="443"></iframe></p>
<p><span id="more-1862"></span></p>
<p>&#8220;Wien (OTS) &#8211; Die achte Veranstaltung der Reihe twenty.twenty, die von A1, The Gap und SmartWeb.Vienna organisiert wird, trug den Titel &#8221;Geschichten aus dem Datenwald&#8221;. Datenjournalismus beziehungsweise Data Driven Journalism wird aktuell als die große Innovation im Journalismus bezeichnet. Die interaktive Aufbereitung von Daten bringt nicht nur neue Medien-Formate, sie stellt Journalisten und Medienhäuser vor neue Herausforderungen. Nach der Keynote von Lorenz Matzat, der mit seinem Unternehmen Open Data City einige der meist beachteten Datenjournalismus-Projekte in Deutschland realisiert hat, wurde im Wiener HUB leidenschaftlich darüber diskutiert, wie und warum Datenjournalismus auch in Österreich stärker Fuß fassen kann und soll.</p>
<p>In seinem Einführungs-Statement zeigte Lorenz Matzat, was er unter dieser Kombination von Recherchemethode und Veröffentlichungsform versteht. Mit seinem Unternehmen Open Data City hat er etwa <a href="http://zugmonitor.de" target="_blank">das Projekt &#8220;So pünktlich ist die Bahn&#8221;</a> für die Süddeutsche Zeitung  umgesetzt. Die Rohdaten werden hier in einer interaktiven Anwendung aufbereitet, die ganz individuell genutzt werden kann. &#8221;Wir sind umgeben von Datensammlern.&#8221; Damit meinte Matzat die  Unmenge von Geräten und Sensoren, die Informationen bereitstellen können. Die Aufgabe des Datenjournalismus besteht darin, sie<br />
nutzbringend für die Gesellschaft und Einzelanwender aufzubereiten.</p>
<p>Datenjournalismus hat eine lange Tradition</p>
<p>Daniela Kraus, Geschäftsführerin des fjum_forum journalismus und medien wien betonte, dass Datenjournalismus eine lange Tradition hat und verwies auf ein Projekt aus dem Jahr 1967. Damals hat der Journalist Phil Meyer mit seinem Team die Ursachen für Unruhen in<br />
Detroit analysiert, in deren Verlauf 43 Menschen starben, indem er Daten mit Computern analysierte. Die Grundlagen für Datenjournalismus sind für Kraus gar nicht so neu. Neu sind die Möglichkeiten für die  interaktive Aufbereitung in Online-Anwendungen. Für den Umgang mit diesen Daten braucht es aber auch sozialwissenschaftliche Kompetenz<br />
und die Fähigkeit zur Quellenkritik.</p>
<p>Ein Baustein für eine transparentere Gesellschaft</p>
<p>Der Kommunikationswissenschaftler und Journalist Günter Hack betrachtete das Thema aus einer kybernetischen Perspektive: &#8220;Wir sehen aktuell eine große Asymmetrie: Staat und Unternehmen sammeln immer mehr Daten über die Bürger und wissen in Teilbereichen mehr über die Menschen als diese über sich selbst.&#8221; Wenn zumindest einige<br />
dieser Daten für die weitere Analyse und Aufbereitung durch Zivilgesellschaft und Medien offenliegen würden, wie etwa im Bereich Open Government Data, könnte sich diese Asymmetrie ansatzweise ausgleichen lassen.</p>
<p>Datenjournalismus ist Teamwork</p>
<p>Mit dem Datenjournalismus ändert sich auch das Rollen-Verständnis der Journalisten. Der Visualisierungsexperte, Mitbegründer und Creative Director des Wiener Designstudios Strukt Andreas Koller sieht solche Projekte immer als Teamwork. Journalisten, Programmierer und Designer arbeiten eng zusammen, um die Daten verständlich und<br />
grafisch ansprechend zu präsentieren. Und auch die Anwender werden immer stärker in den Prozess miteinbezogen. Günter Hack formuliert es so: &#8220;Die Schwarmintelligenz wird wichtiger als die klassischen Leitartikler.&#8221;</p>
<p>Keine Angst vor dem Boulevard</p>
<p>In der Diskussion herrscht Einigkeit darüber, dass die österreichische Medienlandschaft eher strukturkonservativ agiert. Die Online-Redaktionen sind nach wie vor personell schwächer ausgestattet als etwa die Printredaktionen. Und das obwohl Projekte im Datenjournalismus meist sehr ressourcenintensiv sind. Daniela Kraus: &#8221;In Österreich hätte man als Medienunternehmen durchaus die Chance, Pionier zu sein, was Datenjournalismus betrifft.&#8221; Vor allem das wirtschaftliche Potenzial wird vielfach noch bezweifelt. &#8220;Lady Gaga-Stories&#8221; sind in der Erstellung günstiger und bringen vergleichsweise mehr Klicks. Um die Methoden und Tools des Datenjournalismus zu etablieren, sollte man sich nicht &#8220;zu schade sein&#8221; auch populäre Themen aufzugreifen, meinte ein Besucher der Veranstaltung. Ein Beispiel dafür sind etwa Wetterdaten.</p>
<p>Businessmodelle für Datenjournalismus</p>
<p>Matzat nannte in seiner Keynote das Beispiel der Texas Tribune,  die hauptsächlich wegen ihres umfangreichen Datenangebotes besucht wird und so auch signifikante Werbeerlöse generiert. In Zukunft sollte es auch verstärkt möglich sein, hoch spezialisierte und personalisierte Angebote zu vergebühren. Und schließlich können mit den gesammelten Daten neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Ein Prinzip des Datenjournalismus ist nämlich, die Rohdaten für die weitere Verwendung zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Bis 2020 wird noch viel über das Thema diskutiert werden. Außer Streit steht aber, dass Datenjournalismus einen Mehrwert für die Gesellschaft und die Medien bieten kann.&#8221;</p>
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		<title>Aron Pilhofer: &#8220;Medien sind nicht datengetrieben&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 07:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Journalisten könnten durch die stärkere Nutzung von Zahlen viel gewinnen &#8211; und dennoch tun sie es nicht. Warum? Ein Interview. Hintergrund: Teresa Bouza ist eine Stipendiatin der &#8220;Knight Journalism Fellowships&#8221; an der Stanford University und Journalistin. Sie hat vor seinem &#8230; <a href="http://www.datenjournalist.de/aron-pilhofer-medien-sind-nicht-datengetrieben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Journalisten könnten durch die stärkere Nutzung von Zahlen viel gewinnen &#8211; und dennoch tun sie es nicht. Warum? Ein Interview.</strong></p>
<p><img class="alignleft" src="http://knightgarage.stanford.edu/wp-content/uploads/2012/02/Aron_Pilhofer-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /><em>Hintergrund: Teresa Bouza ist eine Stipendiatin der &#8220;Knight Journalism Fellowships&#8221; an der Stanford University und Journalistin. Sie hat vor seinem Vortrag bei der &#8220;<a href="http://www.ire.org/conferences/nicar-2012/" target="_blank">Investigative Reporters and Editors Conference</a>&#8221; (IRE) 2012  in St. Louis, ein Interview mit Aron Pilhofer geführt. Pilhofer, der unter anderem Vorstandsmitglied der IRE ist, leitet bei der New York Times ein Team aus Journalisten und Programmierern, die daten-getriebene Applikationen entwickeln. Ziel ist die Verbesserung des Online-Informationsangebots der &#8220;New York Times.&#8221;. (<a href="http://knightgarage.stanford.edu/2012/02/times-editor-says-media-not-driven-to-data-journalism/" target="_blank">Originalartikel </a>vom 23.02.2012 - Übersetzung: <a href="http://www.mirkolorenz.com" target="_blank">Mirko Lorenz</a> )</em></p>
<p>Der Begriff &#8220;data-driven journalism&#8221; ist plötzlich sehr populär geworden. Gleichzeitig verfügen viele Journalisten nur über geringe Kenntnisse bei der Auswertung von Daten, so Aron Pilhofer. Doch das Know-how ist keine Raketenwissenschaft, so Pilhofer und betont dass es für Reporter &#8220;lebenswichtig&#8221; ist, in diesem Bereich grundlegende Kenntnisse zu erwerben.</p>
<p>Nach seiner Meinung ist es nach wie vor sehr schwierig, Journalisten zu einem Umdenken zu bewegen und Daten als Quelle eines Beitrags zu sehen, ebenso wie die Fähigkeit, verschiedene Formen und Blickwinkel bei der Berichterstattung zu nutzen.<br />
Doch die wirkliche Barriere für daten-basierte Beiträge liegt noch in einem anderen Bereich: Auf den Führungsetagen werde die Bedeutung des Datenjournalismus bisher nur teilweise verstanden, sagt er.</p>
<p>Die Fähigkeit, aus Daten Geschichten zu machen, sei eine &#8220;unterbewertete Fähigkeit&#8221;. Daher geht es nicht nur darum &#8220;wie wichtig dieses Feld für den einzelnen Journalisten ist&#8221;, sondern auch &#8220;für wie wertvoll der Chef und der Chef des Chefs dieses Know-how halten&#8221;, so Pilhofer.</p>
<p>INTERVIEW</p>
<p><em>Frage: Angesichts der Werkzeuge, die wir heute haben, worin liegt die große Herausforderung für Journalisten beim Umgang mit Daten?</em></p>
<p><strong>Pilhofer:</strong> Für mich ist das keine Frage der Werkzeuge. Wir haben mehr Rechenleistung, mehr Möglichkeiten Dinge zu tun als jemals zuvor. Mit Amazon EC2 (einer Cloud-Computing Plattform), kann man mi Prinzip an einem Nachmittag einen Super-Computer laufen lassen, wenn man das möchte und zahlt dafür 100 Dollar oder einen ähnlichen Betrag, wenn man zum Beispiel sehr große Datenmengen analysieren möchte. Es ist kein Technologie-Problem, es ist ein Menschen-Problem.&#8221;<span id="more-1848"></span><br />
<em></em></p>
<p><em>Frage: Woher kommt der Widerstand? Wo liegt das Problem?</em></p>
<p><strong>Pilhofer</strong>: Das bewegt sich von Sünden der Auslassung bis zu Sünden des falschen Handelns. Ich glaube, es gibt recht viele Journalisten, die entweder Angst vor Daten haben oder aus irgendwelchen Gründen glauben, eine Analyse sei nicht nötig. Sie glauben, dass die traditionellen Wege der Berichterstattung immer schon richtig waren und das das auch so bleiben sollte. Das ist für mich eine Sünde des falschen Handelns. Auf der anderen Seite gibt es das Problem, dass in vielen Redaktionen die Existenz bestimmter Werkzeuge, Techniken oder Möglichkeiten einfach nicht bekannt ist. Von den zwei Gründen der Nicht-Nutzung ist das die besonders tragische Auslassung&#8221;.</p>
<p><em>Frage:  Was sollten Medienunternehmen tun?</em></p>
<p><strong>Pilhofer</strong>: Es braucht eine Investition. Und es braucht einen Entscheider, der sagt: &#8220;Wisst ihr, dieser Journalist mag ein guter Autor sein, aber ich werde die Person anstellen, die vielleicht nicht ganz so gut als Autor ist, dafür aber der bessere Reporter &#8211; jemand, der uns neue Werkzeuge und Techniken ins Haus bringt. Leider ist es so, dass nach meiner Meinung nur wenige Medienunternehmen diese Art von Investition vollzogen haben&#8221;.</p>
<p><em>Frage: Ihrer Meinung nach, wie wichtig ist die Fähigkeit zum Umgang mit Daten für Journalisten, die in die Zukunft blicken?</em></p>
<p><strong>Pilhofer</strong>: Ich habe als Journalist lange über das Thema &#8220;Geld und Politik&#8221; berichtet und die meisten Leute, mit denen ich im Wettbewerb stand, waren Daten-Analphabeten und niemand hatte damit ein Problem. Der Chef nicht und die Leute selbst auch nicht. Das hat mir einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Sie wussten, dass ich mehr wusste. Und trotzdem hat es niemand gedämmert, das dieses Wissen vielleicht interessant und nützlich sein könnte.</p>
<p>Ich weiß nicht genau wie viele Journalisten ihrem Beruf nachgehen, ohne auch nur grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Daten zu haben. Dennoch, viele Journalisten scheinen ihren Job gut zu machen und die Chefs denken auch, das sie das gut machen. Es kann sein, dass ich falsch liege, aber für mich ist es eine notwendige Fähigkeit.</p>
<p><em>Frage: Wie würden sie einfache, grundlegende Fähigkeiten zur Datenanalyse beschreiben? Was ist das genau für Sie?</em></p>
<p><strong>Pilhofer</strong>: Man sollte wissen, wie man mit einer Tabelle umgeht und ein grundsätzliches Verständnis für Statistik mitbringen. Man sollte wissen, wie man Daten in eine Tabelle importiert und eine Datenbank bedienen können, wie zum Beispiel Access, mit der man einfache Suchabfragen oder Sortierungen vornimmt.</p>
<p>Ich unterrichte und habe jahrelang &#8220;computer-assisted reporting&#8221;  gelehrt und ich mache das in einem Kurs, der einen Tag dauert. Niemand glaubt mir, aber es ist wahr: An einem Tag &#8211; an einem Tag &#8211; kann ich jedem die Fähigkeiten beibringen, die &#8211; wenn man sie versteht &#8211; jedem erlauben, achtzig Prozent von all den &#8220;computer-unterstützten&#8221; Recherchen vorzunehmen, die jemals gemacht wurden. Das wäre der Import einer Tabelle, einige grundlegende mathematische Berechnungen, das Wissen, was eine Summe ist, ein Modus, ein Median und ein Durchschnitt. Ich meine: Fähig sein, einen Datensatz zu betrachten und einfache Zählmethoden anzuwenden. Das ist keine Raketenwissenschaft, jedenfalls der Großteil. Aber selbst das, was ich hier gerade beschreibe, liegt weit fern dessen, was Journalisten in den meisten Redaktionen können.</p>
<p><em>Frage: Woher kam das Interesse bei Ihnen?</em></p>
<p><strong>Pilhofer</strong>: Das ist etwas, das ich immer gemacht habe. Wenn man über eine kleine Schule berichtet oder Aktivitäten der Stadtverwaltung oder was auch immer &#8211; es ist doch selbstverständlich, das jeweilige Jahresbudget kurz in einer Tabelle anzusehen und schlicht sicher zu stellen, dass die Zahlen stimmen. Wenn man über städtische Ausschreibungen berichtet, schreibt man über einen Bereich in dem häufig inoffizielle Absprachen statt finden.  Für den Journalisten ist es eine Verpflichtung hier als Anwalt der Öffentlichkeit zu fungieren. Offen gestanden weiß ich nicht, wie andere diesen Job machen, ohne diese Art von Wissen anzuwenden. Eine bessere Frage wäre: &#8216;Wie schaffen es Journalisten ihre Aufgabe zu erfüllen, ohne das zu tun?&#8217;</p>
<p>&#8212;</p>
<p><em>Übersetzung: <a href="http://www.mirkolorenz.com" target="_blank">Mirko Lorenz</a> , mit freundlicher Genehmigung durch <a href="http://knight.stanford.edu/fellows/2012/bouza/" target="_blank">Teresa Bouza</a> und <a href="https://twitter.com/#!/pilhofer" target="_blank">Aron Pilhofer</a>.</em></p>
<p><em><a href="http://knightgarage.stanford.edu/2012/02/times-editor-says-media-not-driven-to-data-journalism/" target="_blank">Der Artikel</a> erschien 23. Februar 2012 auf der Webseite &#8220;Knight Garage &#8211; re-engineering journalism&#8221;. Die Knight News Foundation gehört in den USA zu den wichtigen Förderinstitutionen für Journalismus. Im Rahmen der &#8220;<a href="http://knightgarage.stanford.edu/about/" target="_blank">Knight Fellowships</a>&#8221; finanziert die Organisation regelmäßig den Aufenthalt von 20 herausragenden Journalisten an der Stanford Universität in Kalifornien.</em></p>
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		<title>Selbsthilfe: Die vier Dimensionen des Zugmonitors</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 06:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lorenz Matzat</dc:creator>
				<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[OpenData]]></category>

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		<description><![CDATA[Klar, die Idee ist nicht neu: Einige Projekte widmen sich bereits der Darstellung von Transportdaten oder zeigen den Zugverkehr bzw. Daten von ÖPNV live im Internet. Von ihnen ist auch der Zugmonitor inspiriert, den die Süddeutschen Zeitung vergangenen Freitag veröffentlichte &#8230; <a href="http://www.datenjournalist.de/selbsthilfe-die-vier-dimensionen-des-zugmonitors/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Klar, die Idee ist nicht neu: Einige Projekte widmen sich bereits der Darstellung von Transportdaten oder zeigen den Zugverkehr bzw. Daten von ÖPNV live im Internet. Von ihnen ist auch der <a href="http://zugmonitor.sueddeutsche.de/" target="_blank">Zugmonitor</a> inspiriert, den die Süddeutschen Zeitung vergangenen Freitag veröffentlichte hat. Er birgt vier Aspekte, die über die reine Anwendung hinausgehen: Politik, Open Data, Verbraucherschutz und Journalismus.</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-30317" title="zugmonitor" src="http://netzpolitik.org/wp-upload/zugmonitor.png" alt="" width="590" height="313" /></p>
<p>Die Deutsche Bahn muss keine Angst vor Transparenz haben. Sie bringt täglich mehr als 20.000 Zugverbindungen auf die Schiene und macht dabei letztlich einen recht guten Job. Dafür will die Bahn allerdings auch stattlich bezahlt werden. Nicht nur das Bahnhofsprojekt &#8220;Stuttgart 21&#8243; zeigt, welche gesellschaftliche Relevanz das Thema Bahn und ihr Schienennetz hat. Ist es Sache der Bahn, Gewinn zu erwirtschaften? Ist Hochgeschwindigkeit so wichtig? Oder geht es primär um ihren gesellschaftlichen Auftrag, Leute und Güter von A nach B zu bringen? Egal ob von Metropole zu Metropole oder von Kleinstadt zu Kleinstadt.</p>
<p>Diese Entscheidung, so denke ich, sollte den Eigentümern der Bahn überlassen werden. Und das sind keine Leute wie Hartmut Mehdorn oder Rüdiger Grube &#8211;  sondern das sind wir, die Bürger. Denn die Deutsche Bahn AG gehört schließlich noch immer zu 100 Prozent dem deutschen Staat.</p>
<p><span id="more-1844"></span></p>
<p>Die Freigabe von Informationen bzw. deren Zurückhalten ist wesentliches Element von Politik. Der Zugmonitor trägt mit seiner <strong>politischen Komponente</strong> zur Demokratisierung des Wissens über eine bedeutende Infrastruktureinrichtung der Gesellschaft bei. Er ist eine Form von Selbsthilfe, weil etablierte Politik und staatliche Unternehmen immer noch Meilen hinter dem Potential des Internets hinterherhinken und Transparenz meist nur ein Lippenbekenntnis bleibt.</p>
<p>Das führt zum zweiten Aspekt: <strong>Open Data</strong>. Wir hoffen, dass der Zugmonitor veranschaulicht, was das Bereitstellen von Datensätzen der öffentlichen Hand bedeuten kann. Man denke nur an Bereiche wie Energie, Gesundheit usw. usf. &#8211; Die Bahn kann nur gewinnen, wenn sie selbst die Fahrplandaten, den Zugang zu Preis- und Buchungssystemen sowie aktuellen Zugdaten uneingeschränkt freigibt. Das dürfte ihr mehr Kunden bringen als weniger. Die Innovationen, was aus diesen Daten alles gemacht werden kann, bleibt dann nicht mehr Sache von bahninternen Abteilungen oder extern beauftragen Agenturen. Sondern die Ideen werden von dort kommen, wo die Bahn täglich millionenfach genutzt wird: Aus der Gesellschaft.</p>
<p>Dabei bildet der <strong>Verbraucherschutz</strong> den dritten Aspekt: Der Zugmonitor bietet einen Service, den die Bahn bislang nicht für nötig hielt, zu liefern. Die <a href="http://www.bahn.de/p/view/buchung/auskunft/puenktlichkeit_personenverkehr.shtml" target="_blank">offiziellen Pünktlichkeitsstatistiken</a> sind für den individuellen Bahnreisenden wenig hilfreich. Zudem brachte die Recherche der SZ zu Tage, was bislang meines Wissens nach nicht öffentlich bekannt war: Die auf der Website der Bahn angegebenen Verspätungsmeldungen &#8211; auf denen der Zugmonitor basiert &#8211; sind Prognosen, die in der Regel abgerundet werden. Ein Sachverhalt, den die Bahn bislang lieber für sich behielt. Sie selber und ihre Geschäftskunden dürften vermutlich Zugriff auf minutengenaue Verspätungsangaben haben. Es bleibt abzuwarten, auf welchen Informationen der <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutsche-Bahn-arbeitet-an-Zugradar-App-1433088.html" target="_blank">angekündigte &#8220;Zugradar&#8221; </a>der Deutschen Bahn für Smartphones basieren wird.</p>
<p>Und schließlich gibt es noch den <strong>journalistischen Aspekt</strong> des Zugmonitors. Die Online- und Printredaktionen der Süddeutschen haben sich auf ein Wagnis eingelassen. Mit Echtzeitdaten dieser Art betreibt in Deutschland bis jetzt noch niemand Journalismus. Vielleicht kann sich das bislang auch nur eine überregionale Zeitung leisten. Sowohl finanziell als auch aufgrund ihrer Auflagenzahl: Die Bahn wird es sich gut überlegen, ob sie, die eine &#8220;<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/1559557/" target="_blank">Transparenzoffensive</a>&#8221; angekündigt hatte, so ein Projekt unterbindet. (Was sie allerdings beim privat betriebenen <a href="http://zugfinder.de/" target="_blank">zugfinder.de</a> bislang auch nicht gemacht hat.)</p>
<p>Der Zugmonitors belegt, dass sich Service und Journalismus nicht ausschließen. Die Süddeutsche hat in ihrer Printausgabe am vergangen Wochenende eine Doppelseite mit Hintergrundartikeln und Infografiken gebracht. Online ist rund um die datenjournalistische Anwendung ein <a href="http://www.sueddeutsche.de/thema/Bahn-Versp%C3%A4tungen" target="_blank">Dossier mit Artikeln</a> erschienen; dort wurden auch die zugrundeliegenden Daten veröffentlicht. Es ist auch klar, dass eine Zeitung ein kommerzielles Interesse hat (wie auch wir als Agentur). Aber sie füllt gleichzeitig eine Leerstelle und zeigt, wie mit Daten der ureigenste Auftrag des Journalismus erfüllt werden kann: die Berichterstattung.</p>
<p><em>Zuerst erschienen <a href="http://netzpolitik.org/2012/selbsthilfe-die-vier-dimensionen-des-zugmonitors/" target="_blank">bei netzpolitik.org</a> (12.3.12) </em></p>
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